Designprüfung / Design Review

Unter einer Designprüfung - weiter verbreitet ist die englische Bezeichnung Design Review - versteht man eine dokumentierte, umfassende und systematische Untersuchung eines Objektes, um seine Fähigkeit zu beurteilen, die gestellten Qualitätsforderungen zu erfüllen. Untersuchungsobjekt kann dabei eine Entwicklung, Berechnung, Konstruktion oder Konzeption bzw. deren Ergebnis sein.

Progressiv werden in den Entwicklungsprozess bereits Qualitätsbewertungen eingebaut, die sogenannten Quality Gates. Dies sind ausgewählte Meilensteine an kritischen Stellen eines Entwicklungsprojektes, an denen beurteilt wird, ob der angestrebte Entwicklungsstand erreicht ist. An Quality Gates sind qualitative und quantitative Messgrößen gekoppelt, auf die man sich vor dem Start des Entwicklungsprozesses geeinigt hat. Um sich vor negativen Überraschungen zu schützen, ist es zweckmäßig, auf dem Wege zum Quality Gate zusätzliche Zwischenetap-

pen einzulegen. Erforderlichenfalls muss reagiert und gegengesteuert werden, bevor die Erreichung des nächsten Quality Gate in Gefahr gerät. Die hohe Bedeutung der Quality Gates wird den Entwicklern dadurch veranschaulicht, dass der Vorstand für die Öffnung des jeweiligen Gates zum weiteren Entwickeln zuständig ist.

Quality Gates sind jedoch nicht auf den Entwicklungsprozess beschränkt. Sie können jeweils auf die wertschöpfenden Kernprozesse im Unternehmen ausgedehnt werden. Auch hier müssen an vorher definierten Orten ebenfalls vorher definierte Ergebnisse erbracht werden. Der Druck wird dabei nicht zwangsläufig durch Vorstandsentscheidungen aufgebaut, sondern vielmehr durch die internen KundenLieferanten-Beziehungen. Der nach dem Quality Gate liegende Prozessabschnitt kann bzw. muss sogar als Kunde die Annahme verweigern, wenn die angelieferte Leistung nicht genügt und damit das Gesamtergebnis gefährdet wird. Strategisch vorgesehene Quality Gates können auch als ein Netzwerk im Controlling betrachtet werden.

Weiterhin hilft ein Design Review zu beurteilen, ob die in der Spezifikation für die jeweilige Phase der Produktentwicklung vorgegebenen Ziele in allen Punkten erreicht wurden. So können Abweichungen und Probleme bereits im Vorfeld der Serienfertigung aufgezeigt und ggf. rechtzeitig Korrekturen, Anpassungen und Abstimmungen durchgeführt werden. Je früher diese Maßnahmen greifen, desto geringer ist der Aufwand an Kosten und Zeit.

Die wesentlichen Entwicklungsschritte, nach denen Design Reviews stattfinden sollten, sind:

  • Verabschiedung endgültiger Spezifikatione / Pflichtenheft;
  • Abschluss der Vorentwicklung;
  • Abschluss der Konstruktion;
  • Fertigstellung des Prototyps;
  • Ende der Nullserie.

Design Reviews finden anhand der bisher erstellten Unterlagen bzw. eines Modells oder Prototyps sowie der erzielten Testergebnisse statt. Diese Nachweise werden mit den im Lastenheft festgelegten Anforderungen und Spezifikationen verglichen. Das Ergebnis ist ein Statusbericht, der mögliche bzw. vorhandene Abweichungen aufzeigt und Vorschläge für geeignete Korrekturmaßnahmen enthält, über deren Umsetzung anschließend zu entscheiden ist. Die inhaltliche Ausgestaltung von Design Reviews kann in verschiedenen Formen erfolgen und hängt vom Produkt sowie der jeweiligen Entwicklungsphase ab. Hilfsmittel zur Durchführung von Design Reviews sind im Allgemeinen Checklisten mit Anforderungskriterien aus den verschiedenen Bereichen. Dies können sein:

  • Gesamteindruck, Funktionen;
  • Sicherheitsvorschriften, gesetzliche Auflagen;
  • Einhaltung der Spezifikationen, Normenkonformität;
  • Herstellbarkeit, Montagefreundlichkeit, Instandhaltbarkeit; • Umweltfreundlichkeit, Entsorgbarkeit;
  • Kostenrahmen.

Entsprechend dem Vieraugenprinzip dürfen Design Reviews nicht allein von den für die Leistungserstellung direkt Verantwortlichen durchgeführt werden. Deshalb wird ein Team aus Vertretern verschiedener Fachbereiche eingesetzt, beispielsweise Entwicklung/Konstruktion, Arbeitsvorbereitung, Einkauf, Fertigung/Produktion, Marketing, Kundendienst und Qualitätswesen. Die Koordination hat häufig das Qualitätswesen, das auch für die endgültige Freigabe verantwortlich sein sollte. Da Design Reviews in verschiedenen Stadien der Produktentstehung durchgeführt werden, müssen jedoch nicht immer alle Teammitglieder an den Reviews teilnehmen.

Design Reviews sollten detaillierte Qualitätsbewertungen enthalten, bei denen die jeweiligen Qualitätsanforderungen mit den erzielten Ergebnissen verglichen werden. Dabei ist die Qualitätsbewertung im Design Review keine Infragestellung der Kompetenz der Verantwortlichen, sondern eine gemeinsam vorgenommene Hilfestellung zur Gewährleistung der Zielerreichung.

Insgesamt tragen Design Reviews erheblich zu besseren Entwicklungsergebnissen bei. Sie verhindern Fehler und Probleme bereits in frühen Prozessphasen, führen zu deutlich besseren Produktionsanläufen und helfen, Terminverzögerungen zu verringern. Der Zeitaufwand für Design Reviews ist bei guter Vorbereitung relativ gering und steht in keinem Verhältnis zu den verhinderten Mehraufwendungen einer Fehlerbeseitigung.

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